Französische Staketenzäune aus Kastanienholz

 

Unsere Staketenzäune aus Kastanienholz (Edel- oder Esskastanie, Castanea sativa) werden in Frankreich hergestellt. In den letzten Jahren wurde der Kastanienzaun, Staketenzaun auchRollzaun genannt immer beliebter.

Die Staketenzäune bestehen aus senkrechten handgespalteten Staketen, die durch horizontal verlaufende, verzinkte Doppeldrähte gebunden sind. Je nach Zaunhöhe variiert die Anzahl der Horizontaldrähte. Kastanienholz ist durch den hohen Anteil an Gerbstoffen ein extrem witterungsbeständiges Holz.

Über Jahre hinweg trotzt es den Witterungseinflüssen, auch bei Erdkontakt ist es weitgehend sicher vor Pilzbefall, Holzschädlingen, Fäulnis und Verrottung. Dieser robuste und langlebige Zaun fügt sich harmonisch in die Landschaft ein, ist vielfältig verwendbar und sehr einfach zu montieren.

Der Pfahlabstand sollte ca. 1,50 m betragen.

Die Staketenzäune sind in 5m und 10m Rollen lieferbar, die kleineren Größen schneiden wir ihnen ohne Mehrpreis auf die von Ihnen gewünschte Länge zu.

 

Kastanienholz mehr als nur ein Holz

Die Edelkastanie gehört zu der Familie der Buchengewächse und ist in Europa die einzige Vertreterin der Gattung Kastanie. Man findet die Edelkastanie in Mittel- und Südeuropa, aber auch in Kleinasien und Nordafrika gilt die Kastanie als heimisch. Den Ursprung der Kastanie vermutet man nach heutigen Erkenntnissen in Asien. Angebaut wird sie heutzutage vornehmlich in Süd- und Westeuropa. Sie gilt als Holzlieferant. Ihre essbaren Früchte – Kastanien, Maronen oder Maroni – sind zudem sehr stärkehaltig und beliebt. Gerade in wärmeren Gebieten im Mittelmeerraum, aber auch in der Schweiz und in Süd- und Westfrankreich gilt die Kastanie als landschaftsprägender Baum.

Die Edelkastanie erreicht eine Wuchshöhe von 20  bis 25 Metern. Der Stamm nimmt allerdings weiter an Dicke zu, selbst wenn das Höhenwachstum bereits abgeschlossen ist. Nach ungefähr 80 Jahren bis 120 Jahren gelten die Edelkastanien als erntereif.

Kastanienholz und seine Geschichte

Mit der im 19. Jahrhundert beginnenden Landflucht und Industrialisierung ging die Kastanienkultur zurück. Die Tintenkrankheit wütete in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und setzte dem bestehenden Bestand sehr zu. Der Export in die USA, Zentral- und Nordeuropa stieg zudem enorm an. Die vorangetriebene Entwaldung setzte dem Bestand immer mehr zu, sodass der Niedergang der Kastanienwälder nicht mehr aufzuhalten war. Weitere große Bestände der Edelkastanie fielen zudem dem Kastanienrindenkrebs zum Opfer, sodass der Bestand norm sank.

Seit Mitte der 1990er Jahre erholt sich der Bestand wieder langsam. Gründe dafür sind die zusätzlich geschaffenen Anbauflächen und eine verminderte Virulenz. Mehrere Hundert Kastaniensorten sind bisher bekannt. Diese werden bisweilen allerdings nur sehr kleinräumig angebaut und sind häufig dem lokalen Klima vor Ort angepasst. Allein über 700 Sorten davon sind allein in Frankreich registriert.

Kastanienholz der Anbau

Der Anbau der Kastaniensorten erfolgt zudem in unterschiedlichen Formen:

Der Anbau im Hochwald zählt zu den extensiven Formen der Bewirtschaftung. Die Entstehung erfolgt zumeist aus Samen. Die Kronenschicht gilt als geschlossen.

Der Anbau einer Selve ist eine Plantage bestehend aus Hochstämmen. Die Bäume sind gepfropft. Die Stämme sind kurz. Die Krone ist groß. Die Frucht ist hier das Hauptprodukt.

Der Niederwald wird im Abstand von 15 bis 30 Jahren bewirtschaftet. Traditionell ist die Niederwaldwirtschaft eng mit dem Weinbau verbunden.Das Kastanienholz wird zu Stecken und Fassdauben verarbeitet.

Größter Produzent an Kastanien ist China dicht gefolgt von Südkorea sowie der Türkei und Italien.

Kastanienholz und seine positiven Eigenschaften

Den wichtigsten Teil der Kastanie bildet das Stammholz neben den Früchten, welche als Nahrungsgrundlage dienen. In einem goldbraunen, warmen Farbton erleuchtet das Holz der Edelkastanie. Es dunkelt während der Trocknung noch etwas nach. Das Splintholz ist allerdings deutlich vom Kernholz der Edelkastanie zu unterscheiden. Die schmalen Splinthölzer erleuchten zudem in einem grauweiß bis weiß-gelbliche Färbung. Die Maserung des Stammholzes ist nicht so stark ausgeprägt wie beispielsweise bei Eichenholz. Die Markstrahlen fehlen zudem gänzlich. Besonders typisch für das Frühholz der Edelkastanie sind die besonders groben Poren. Die Poren des Spätholzes hingegen sind wesentlich feiner und zudem kaum sichtbar.

Das Holz der Edelkastanie ist zudem leicht zu bearbeiten. Der Faserverlauf ist sehr gerade und kann aufgrund dessen sehr gut gebogen werden. Politur, Beize sowie Lacke und Farben werden von dem Holz der Edelkastanie sehr gut aufgenommen. Das Holz der Edelkastanie ist zudem durch den hohen Gerbsäuregehalt sehr witterungsbeständig, besser als Tannin bekannt. Es ist zudem resistent gegen Insektenfraß und Pilzbefall.

Das Holz der Edelkastanie ist sehr dicht und aufgrund dessen sehr hart.

Aber Achtung, die Edelkastanie ist nicht mit der Rosskastanie verwandt. Obwohl die Vermutung nahe liegt aufgrund des gleich klingenden Namens. Die Zugehörigkeit unterschiedlicher botanischer Familien sowie die stark abweichenden Charaktereigenschaften und das Aussehen belegen dies deutlich.

Das Edelkastanienholz der Hochwaldbäume wird zur Verarbeitung von Türen, Möbeln sowie Fensterrahmen verwendet. Es dient aber auch der Verarbeitung von Telefonmasten, Decken- und Dachbalken sowie Eisenbahnschwellen und findet im Schiffsbau sowie Hang- und Lawinenbau Verwendung.

Das Edelkastanienholz der Niederwälder, welche kürzer und kleiner sind, wird zur Verarbeitung von Gartenzäunen, Wein- und Likörfässern sowie Pfosten oder Spielplätzen verwendet.

Die große Bedeutung der Nutzung als Feuerholz ist heutzutage eher von geringerer Bedeutung.

Das Holz der Edelkastanie neigt zum Reißen in der Trocknungsphase. Es ist aufgrund dessen unbedingt notwendig die Trocknung sehr sorgfältig durchzuführen. Mit Maschinen und Werkzeugen kann Kastanienholz gleichermaßen gut behandelt werden. Sauberes bohren, fräsen, hobeln oder schleifen ist zudem kein Problem. Es eignet sich hervorragend für Schnitz- und Drechslerarbeiten. Es lässt sich leicht spalten.

Die unterschiedlichen Holzarten werden in Resistenzklassen unterteilt. Die Edelkastanie ist neben der Eiche der Klasse R2 zugeordnet. Ihnen wird eine Haltbarkeit von bis zu 25 Jahren bescheinigt. Ein wenig besser schneidet nur noch die Robinie ab. Bei der Brennwertbestimmung liegt die Kastanie nur unwesentlich unter dem Brennwert der Buche.

Kastanienholz in der Zukunft

Im Süden wusste man schon immer um die qualitativ positiven Eigenschaften des Kastanienholzes zu schätzen. Die traditionelle Bauweise harmonierte zudem sehr gut mit den Eigenschaften des Kastanienholzes. Die Nachhaltigkeit sowie das Leben im Einklang mit der Natur gelten werden für die Bewohner des Südens immer wichtiger. Traditionen werden auf die Nachhaltigkeit und Schonung der natürlichen Ressourcen ausgelegt und angewandt.

Kastanienholz witterungsbeständig ganz ohne chemische Behandlung

Durch die Reichhaltigkeit des Edelkastanienholzes an natürlichen Gerbstoffen, auch als Tannin bekannt, zersetzt sich das Holz langsamer als andere Holzarten. Selbst strenger Witterung ausgesetztes Holz ist langlebiger. Kastanienholz weist zudem enorm wenig Splintholz auf. So können gerade im Außenbereich nicht nur die dicken Stämme der Kastanie, sondern auch dünnere Äste und Hölzer verwendet werden, ohne vorher chemisch behandelt werden zu müssen. Da Kastanienholz nicht zusätzlich chemisch behandelt werden muss, verursacht auch die Entsorgung keinerlei Probleme. Kastanienholz ist zu 100% biologisch und ökologisch abbaubar.

Kastanienholz und seine technischen Eigenschaften

Die schöne Jahresringzeichnung des Edelkastanienholzes erfreut sich immer häufigerer Beliebtheit, zudem lässt sich das Holz besonders gut bearbeiten. Eine veränderte Luftfeuchtigkeit lässt Kastanienholz minimal bis gar nicht reagieren. Es weist dementsprechend über einen besonders langen Zeitraum eine besonders hohe Passgenauigkeit auf. Selbst bei besonders starker Belastung und Fremdeinwirkung bleibt die Oberfläche des bearbeiteten Kastanienholzes passgenau sowie glatt und fest.

Dickere und ältere Stämme weisen eine charaktertypische Eigenschaft namens Ringschäligkeit auf. Die Verwertung als Schnittholz entfällt damit. Trotz dieser Eigenschaften werden die unzähligen Möglichkeiten, welche sich mit Kastanienholz ergeben und bieten, kaum mehr ausgenutzt. Selbst dann nicht, wenn es in ausreichender Menge vorhanden ist.